Und – so dachte die Mehrheit der über 600 Zuhörer – sie gehörten zu den unterhaltsamsten Salemer Gesprächen, für die die Podiumsgäste und Moderator Sigmund Gottlieb, Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens, sorgten. Gunther Veit, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Bodensee-Oberschwaben, stimmte mit einem Vortrag in den Abend ein. Auch wenn das Thema Mittelstand vielleicht nicht aufregend klang, sorgte es doch für allerlei Zündstoff. Dies mag daran gelegen haben, dass sowohl Podium als auch Publikum mittelständisch geprägt waren.
Es herrschte von Anfang an Einigkeit, dass der Mittelstand sicher sowohl Motor der Wirtschaft als auch Melkkuh für die Politik sei. Die Podiumsteilnehmer – der Hauptgeschäftsführer der DIHK, Martin Wansleben, die Politiker Christian Freiherr von Stetten (MdB, CDU) und Lothar Binding (MdB, SPD), beide im Finanzausschuss in der vergangenen Legislaturperiode, Frank Zach vom DGB und Alexander Schwörer, Unternehmer aus Weißenhorn und Vorstandsmitglied im „Bund junger Unternehmer“ – diskutierten lebhaft und kontrovers verschiedene Aspekte der Lage des Mittelstands. Fragen wie Steuerpolitik, Mindestlöhne, Kündigungsschutz, Verantwortung der neuen Bundesregierung, Auswirkungen der Finanz- bzw. Wirtschaftskrise und die Bedeutung von Familienbetrieben kamen zur Sprache.
Einig waren sich alle bei einem Thema: die wesentliche Investition in unsere Zukunft ist Bildung, Bildung, Bildung – vom Kindergarten über die Schulen und Universitäten bis hin zu Ausbildungsplätzen.
Den Abschluss bildete – anlässlich des Jubiläums – eine Rückschau von Sigmund Gottlieb, angeregte Gespräche setzten sich im Anschluss bei den traditionellen Brezeln und Wein fort. Die Salemer Schülerinnen und Schüler, die wie in jedem Jahr als Dankeschön einen kleinen Zuschuss für die Schülerkasse erhalten hatten, räumten eifrig Stühle weg und sorgten für das leibliche Wohl.
Susanne Lemke
Podiumsteilnehmer
Grußwort von Gunther Veit, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Bodensee-Oberschwaben e.V.