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Rückblick » 2009 »

Betriebsbesichtigung Bodanwerft
Fr., 08.05.2009 | 16:00h | Bodanwerft, Bodanstr. 23-28, Kressbronn


Nun war es also so weit: Am Freitag, den 08. Mai, durften sich die Wirtschaftsjunioren in der Bodanwerft ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten am Projekt "F2010" machen: dem Bau der neuen Bodensee Fähre.



Für einige von uns war es schon der zweite Besuch bei der Werft in Kressbronn, wo derzeit das zukünftig längste Schiff auf dem Bodensee mit 80 Meter Länge gebaut wird. Genauer gesagt handelt es sich um eine noch namenlose Fähre, die im Jahr 2010 vom Stapel laufen soll und dann Ihre Jungfernfahrt bestreiten wird, um eine in die Jahre gekommene Fähre zu ersetzen. Im Alltag wird sie dann zwischen Friedrichshafen und Konstanz verkehren.

Im Gegensatz zum letzten Besuch im November waren alle Schiffsteile schon zusammengefügt und die Aufbauten fast komplett...im Rohbau natürlich noch. Der Bauleiter, Herr Kühne, hat sich sehr viel Zeit für uns genommen und detailliert erklärt, u.a. wie aufwändig der Stahl vorbereitet und verschweißt wird, damit der Koloss nicht sofort in unserem Bodensee versinkt und höchstens noch für Taucher eine Attraktion bietet.
Wir warteten schon ungeduldig darauf, endlich die Fähre genauer ansehen zu können: imposant! Bug und Heck - wobei das bei diesem Typ Fähre je nach Fahrtrichtung wechselt - sind weitläufig. Es sollen zukünftig noch mehr Autos als bisher auf die Fähre passen.
Es wird einen geräumigen Glasaufzug für Behinderte geben, der aber so angebracht ist, dass er im Gegensatz zur zuletzt in Dienst gestellten Fähre, den Fahrweg nicht behindert. Der Aufbau wurde etwas verkleinert, um mehr Platz für Sitzplätze im Freien zu schaffen. Alles eine aufwändige Ingenieurs- und Konstruktionsarbeit, wie wir erfahren durften.
Spannend folgte der Abstieg in den Rumpf des Schiffs, wo wir in Bereiche schauen konnten, die später kein Passagier mehr sehen wird. Vielleicht lag es auch am Lösungsmittelduft, der im Inneren hing, aber wir waren total begeistert und haben uns jedes Detail erklären lassen, ob es nun die Wassertanks oder die künftigen "Örtchen" für die Gäste waren.

Die knapp 20 Wirtschaftsjunioren und Interessenten konnten über 2h lang ausführlich die Fähre inspizieren und Herrn Kühne von der Bodanwerft mit Fragen löchern, die dieser geduldig beantwortete. Jeder kam voll auf seine Kosten und fand es sehr spannend. Zum Abschluss wurden wir bereits wieder zum dritten Teil der Besichtigungsrunde eingeladen, wenn die Fähre "F2010" den nächsten Baufortschritt gemacht hat.

Wir bedanken uns vielmals bei Herrn Kühne und der Bodanwerft für diese außergewöhnliche Möglichkeit, beim Bau des bis dato größten Schiffes des Bodensees hinter die Kulissen zu schauen und freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!
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